Zum Inhalt springen

Raum IV: Kindheitsgeschichte Jesu und Marienverehrung

Domschatz- und Diözesanmuseum. Foto: Norbert Staudt
Erzengel Michael

Erzengel Michael

Um 1510
Nürnbergisch
Lindenholz
Höhe 65 cm

Engel werden in der Bibel als himmlische Boten Gottes zu den Menschen gesandt und umstehen lobpreisend Gottes Thron. Erzengel Michael ist der Fürst der himmlischen Heerscharen, der die gottwidrigen Mächte unter Anführung Luzifers in die Tiefe stürzt.
Der Torso einer ehemals ganzfigurigen Darstellung lässt die Frage offen, ob Michael eben Luzifer in Gestalt des Drachen mit der Lanze getroffen hat oder ob er als Seelenwäger in der Linken eine Waage hielt, um die guten gegen die schlechten Taten der Verstorbenen am Ende der Zeiten abzuwiegen. Das geistvolle Antlitz drückt Ernsthaftigkeit und Sanftmut, aber auch eine gewisse Trauer aus. Das reiche Haupthaar quillt unter einem verlorengegangenen Reifen hervor. Michael trägt priesterliche Gewandung, Albe, gekreuzte Stola und Rauchmantel.

Maria mit dem Kind aus einer Anna-Selbdritt-Gruppe

Maria mit dem Kind aus einer Anna-Selbdritt-Gruppe

Um 1515
Umkreis des Tilman Riemenschneider
Lindenholz
Höhe 105 cm

Die Glaubenslehre von der unbefleckten Empfängnis Mariens führte seit dem 14. Jahrhundert zu zahlreichen Darstellungen der sogenannten „Anna- Selb (Mittelhoch-deutsch = zu) dritt“, bei denen Mutter Anna, die Tochter Maria und deren Sohn Jesus Christus als Gruppe begegnen.

Muttergottes aus der Anbetung der Könige

Muttergottes aus der Anbetung der Könige

Um 1420
Eichstätt
Terrakotta, gefasst

Die thronende Muttergottes mit dem Jesuskind gehört zu der Figurengruppe der Anbetung der Heiligen Drei Könige, die bis 1980 am Nordportal des Domes aufgestellt war.
Sie wird ergänzt durch die Darstellung des Stifters aus dem Klerikerstand. Die Könige, die im Mittelalter die Lebensalter und die Erdteile symbolisierten, überreichen dem neugeborenen Messias ihre Geschenke. Die Muttergottes ist so anspruchsvoll und erhaben, dass sie auch als Einzelfigur stehen könnte. Sie ist gleichzeitig als gekrönte Jungfrau dargestellt, zu der sie mit der Aufnahme in den Himmel geworden ist.
Die anmutige Haltung, der edle Ausdruck und der in flüssigen Linien geführte Faltenwurf sind Kriterien für den sog. Weichen Stil, der in der Zeit um 1400 ganz Europa prägte. Bei dem Meister, der mit diesem Material vortrefflich umzugehen wusste, handelte es sich vielleicht um einen wandernden Künstler, der über den Ingolstädter Hof des Herzogs Ludwig des Gebarteten nach Eichstätt vermittelt wurde.

Termine

12. April 2017 12.15 Uhr
17. April 2017 14.30 Uhr
Österliche Führung im Diözesanmuseum
Ort: Eichstätt, Domschatz- und Diözesanmuseum
25. April 2017 19.30 Uhr
3. Mai 2017 19.30 Uhr
Fremde Götter im Diözesanmuseum
Ort: Eichstätt, Domschatz- und Diözesanmuseum
17. Mai 2017 12.15 Uhr
21. Mai 2017
Internationaler Museumstag
Ort: Eichstätt, Domschatz- und Diözesanmuseum
14. Juni 2017 12.15 Uhr
28. Juni 2017 19.30 Uhr
Fremde Götter im Diözesanmuseum
Ort: Eichstätt, Domschatz- und Diözesanmuseum
12. Juli 2017 12.15 Uhr
26. Juli 2017 19.30 Uhr
Fremde Götter im Diözesanmuseum
Ort: Eichstätt, Domschatz- und Diözesanmuseum

Seite 1 von 1 1