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Geistiger Mittagstisch – Eichstätt im Spannungsfeld von Humanismus, Reformation und Rekatholisierung

27. September 2017 Beginn: 12.15 Uhr
Ort: Eichstätt, Dom, Hauptportal

Martin von Schaumberg und die Begründung des Collegium Willibaldinum

Referentin: Dr. Claudia Grund, Eichstätt 

Gebühr: 2,– € 

Dauer: ca. 20 Minuten 

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen des Wittenberger Augustinermönchs Martin Luther. Aus der ursprünglichen Absicht der Reformierung von Glaube und Kirche entstanden, führten sie schließlich zur Glaubensspaltung und bewirkten nicht nur eine geistig-geistliche, sondern auch eine gesellschaftliche Revolution in Deutschland.

Mit dem Konzil von Trient, das in drei Sitzungsperioden zwischen 1545 und 1563 stattfand, versuchte die die römisch-katholische Kirche auf die Forderungen und Lehren der Reformation zu reagieren. Aus der dritten Sitzungsperiode ging das Dekret über das Sakrament der Priesterweihe hervor, das in jeder Diözese mindestens ein Priesterseminar forderte. Der Eichstätter Bischof Martin von Schaumberg setzte dieses als erster Bischof nördlich der Alpen um: mit dem 1564 begründeten „Collegium Willibaldinum“.