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Dem Kreuz sich anvertrauen. Zeugnisse von Andacht und Frömmigkeit. Die Sammlung Nießer

18. April bis 15. Juli 2012

Das Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt gibt einen Einblick in die umfangreichen Bestände des Ingolstädter Sammlers Josef Nießer, der, fasziniert von der Buntheit und unvoreingenommenen Naivität religiöser Volkskunst, deren reale Zeugnisse seit Jahrzehnten sammelt. Seine Sammeltätigkeit, die im Laufe der Zeit immer mehr systematisiert worden ist, erstreckt sich auf die altbayerischen Regionen. Sind die gezeigten Objekte früher als Massenware produziert worden, so sind sie heute zu Raritäten geworden vor allem, weil ihre Bedeutung nicht mehr verstanden wird. Sie machen deutlich, dass Christen bei existenziellen Bedrohungen in ihrem Glauben Halt gefunden haben und dass sie sich zusätzlich der in ihren Augen geradezu magischen Wirkung heiliger Gegenstände anvertraut haben.

Die Auswahl aus der Sammlung umfasst mehr als 300 Exponate. Gezeigt werden neben Zeugnissen religiösen Empfindens aus vorchristlichen Epochen die in unserem Raum vorwiegend verehrten Devotionalkreuze (z. B. aus Donauwörth, Wiblingen, Scheyern und Caravaca), ferner Reliquienkreuze, Breverl und Rosenkränze sowie bildliche Darstellungen zu Motiven wie Agnus Dei oder Arma Christi und Wettersegen als Andachtsgegenstände. Schließlich wird die Schrobenhausener Firma Poellath vorgestellt, die sich auf das Prägen von Wallfahrtsandenken spezialisiert hat.

Die Ausstellung, die von Dr. Bettina Mayer konzipiert worden ist, wird begleitet von einem reich illustrierten Katalog, der grundlegende wissenschaftliche Beiträge enthält und im Verlag Schnell und Steiner erscheint.

Dazu wird ein Begleitprogramm mit Führungen und Vorträgen angeboten.