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Sonderausstellung „transalpin. Brücken, Bridges, Ponti. Claudio Viscardi“

Unter dem Motto „transalpin“ beschäftigten sich zwei Künstler unabhängig voneinander mit dem historischen Phänomen der Vermittlung von italienischem Gedankengut in der Architektur und im Kunsthandwerk. Im Blickfeld standen die Graubündner Baumeister, die ausgehend vom wirtschaftlich unbedeutenden Misoxtal erfolgreich Aufträge und Anstellungen an Fürstenhöfen erhielten und dadurch ein reiches Oeuvre in vielen Regionen Mitteleuropas hinterliesen. Am deutlichsten geprägt durch diese "welschen Künstler" ist vielleicht die ehemalige fürstbischöfliche Residenzstadt Eichstätt.

Den zweiten Teil des Ausstellungsreigens gestaltete von 15. Juli bis 1. November 2015 der Künstler Claudio Viscardi (geb. 1955 in Chur). Er ist ein Nachfahre des Graubündner Baumeisters Giovanni Antonio Viscardi (1645-1713) und erlernte in seiner Heimat den Beruf des Restaurators. Er widmete sich jedoch dann der freien Kunst und ist nach den Stationen in Zürich, Rom, Lugano, Amsterdam nun in Irland tätig. Seine Ausstellungsaktivitäten erstrecken sich von England, Irland, Deutschland, Italien bis in die Schweiz. mehr...

Den Anfang machte zuvor die Künstlerin Li Portenlänger, die seit 1998 die Lithographie-Werkstatt der Stadt Eichstätt leitet. Unter dem Titel „transalpin. Lithos Gabrieli. Li Portenlänger“ zeigte im Diözesanmuseum Lithographien. Im Jahr 2013 setzte sie sich im Rahmen eines Arbeitsstipendiums des Kantons Graubünden mit diesem Thema auseinander und entwickelte es in Form von Lithographien bis heute weiter. Als Vorlagen dienen häufig Ansichten von markanten Gebäuden der Meister in Eichstätt, die sie mit dem Computer bearbeitet. Bei den Bauwerken handelt es sich hauptsächlich um Schöpfungen Gabriel de Gabrielis.

Video: Kunst im Kasten: Viscardi auf dem Residenzplatz